Du möchtest deinen Hund auf barfen umstellen? Dann bist du hier genau richtig! Keine Sorge, barfen hört sich sehr kompliziert an, aber es ist nur eine Fütterung, die mit frischen und naturbelassenen Nahrungsmitteln stattfindet. Auf fertiges Industriefutter in Form von Dosennahrung und Trockenfutterpellets wird verzichtet.

Umstellen auf barfen Hund – Die Umstellungsphase

Wenn du dich im Internet umschaust, dann wirst du die verschiedensten Meinungen zum Thema Umstellen auf Barfen finden. Ich möchte dir heute mal meine persönlichen Erfahrungen mitteilen, die ich bei der Übernahme, meiner Trockenfutter gefütterten Hunden gemacht habe. Was ich dir jetzt schon sagen kann ist, dass es in der Umstellungsphase zu mehreren Symptomen kommen kann, die ich persönlich als Entgiftungsprozess sehe. Vermehrte Pickel auf der Haut, Durchfälle, vermehrtes Wasserlassen, konnte ich bei meinen Hunden beobachten. Mehr zum Thema Umstellen auf Barfen kannst du auch hier in diesem Beitrag lesen

Umstellen auf Barfen HundMeine Erfahrung beim Umstellen der Hunde auf Barfen

Die sofortige Umstellung war für mich persönlich der richtige Weg. Ich habe nicht Frischfleisch zum Trockenfutter dazu gefüttert, sondern das Trofu sofort weggelassen. Das erste Beispiel, welches ich dir erzählen kann, war die Umstellungsphase meines Bully Welpen. Ich habe den Kleinen mit 10 Wochen von der Züchterin übernommen. Vorher muss ich vielleicht noch erwähnen, dass ich schon seit weit als 25 Jahren meine vorhergehenden Hunde gebarft habe. Also nochmal zum Thema zurück. Der kleine Frenchbully wurde übergeben und ich konnte schon den ekelhaften Geruch des Trockenfutters an ihm riechen. Das Fell roch, die Ohren, aus dem Maul und irgendwie stank der ganze Hund bestialisch nach breiigem Durchfall von dem Trofu.

Für mich kam nichts anderes infrage, als den Hund zu barfen. Also tat ich das sofort noch am selben Tag. Das Trofu, dass mir die Züchterin mitgeben wollte, habe ich ihr dankend zurückgeschenkt, mit dem Hinweis, ich möchte den Kleinen lieber Barfen. Sie meinte: “Bitte nimm es mit, für die Umstellungsphase!” Aber irgendwie ekelte es mich schon von dem Geruch, der aus dem Sack kam. Ich nahm es anstandshalber mit und verschenkte es an einen Hundebesitzer, wo ich wusste, er füttere nur Trockenfutter, dieser nahm es dankend an.

Da ich mich mit dem Barfen sehr gut auskenne, habe ich nicht lange rumexperimentiert und von jetzt auf da auf Rohfütterung umgestellt. Das kleine Bully saugte das Frischfleisch regelrecht ein. Begonnen habe ich sofort mit Muskelfleisch und Gemüse. Am nächsten Tag habe ich dann schon auf das Landbarf Menü Klassik umgestellt. In diesem tollen Menü ist Muskelfleisch, Innereien, Pansen, RFK, Obst und Gemüse nach dem 80/20 Prinzip enthalten. Es hat alles wunderbar geklappt.

Stuhlgang in der Umstellungsphase des Barfens beim Hund

Wie auch den Bullywelpen, habe ich auch meine Deutsche Dogge nach Übernahme sofort gebarft. Als Nebenwirkung des Umstellens auf barfen konnte ich natürlich schon am Stuhlgang Veränderungen feststellen. Der Trockenfutterstuhlgang des Hundes ist grauenvoll. Dickste Würste, wenn überhaupt Würste kommen, meist sind es riesen Haufen, an Getreidekot. Da die getrockneten Pellets aus größtenteils 70 % Getreide bestehen, ist der Kot auch dementsprechend voluminös, überwiegend sauer und übelriechend. Man hat das Gefühl, dass das, was oben in den Hund hinein gefüttert wird, unten alles wieder herauskommt.

Nimmt man eine sofortige Umstellung auf Barfen vor, dann können als Nebenwirkung natürlich Durchfälle entstehen. Überwiegend sind diese schleimig und stets von anderer Konsistenz. Die Verdauung des Hundes muss sich natürlich erst regenerieren. Mit der Getreidefütterung ist der Hund ja schon fast ein Vegetarier und plötzlich benötigt er Magensäfte und Verdauungssäfte für die Verwertung von Fleisch. Es dauert erfahrungsgemäß nicht mal 3 Tage, bis sich schon am Stuhlgang feststellen lässt, wie sich alles umgestellt hat.

Umstellen auf Barfen Hund ProdukteWelche Produkte solltest du füttern, wenn du deinen Hund auf barfen umstellen möchtest?

Also ich beginne immer mit Muskelfleisch vom Rind und pürierte Karotten. Das Fleisch überbrühe ich ganz leicht mit heißem Wasser, sodass es warm ist und nicht ganz roh. Die Karotten habe ich in Salzwasser gekocht und mit dem Pürierstab zerkleinert. Ich füttere das so im 3:1 Verhältnis. Also weniger pflanzliche Produkte und mehr tierische Produkte. Am nächsten Tag kannst du schon den Pansen verfüttern. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass der Pansen sehr schwer verdaulich ist für Welpen, wenn er zu grob gewolft ist. Besser ist es, wenn dieser auch durch einen feinen Wolf getrieben wurde oder gar püriert wurde.

Weitere Produkte sind dann ab Tag 3 die Innereien. Auch hier ist Abwechslung gefragt, damit du eine optimale Nährstoff- und Vitaminversorgung des Hundes abdecken kannst. Wenn du meine Kalkulatoren zum barfen verwendest, werden dir die Futtermenge und die Menge der einzelnen Produkte genau berechnet. Zu den Innereien zählen beim Barfen die Leber, die Nieren, die Milz, die Lunge und das Herz. Halte dich genau an die ausgerechneten Mengen, denn diese sind gut verträglich. Fütterst du deinem Hund zu viel an Leber, dann kann er aufgrund des hohen Zuckergehaltes auch einen dünnflüssigen Stuhlgang bekommen. Der 4-Stufen-Umstellungsplan kann dir helfen!

Produkte durch den Wolf, püriert, roh oder am Stück?

Zu Beginn immer tierische Produkte anbieten, die durch den Fleisch Wolf getrieben wurden. Gemüse und Obst püriert anbieten. Die ersten Tage etwas gedünstet, danach roh. Du kannst je nach Belieben des Hundes alle Produkte auch am Stück, also kleingeschnitten anbieten. Das Fleisch zum Barfen kannst du dir selbst in kleine Häppchen schneiden. Auch das Obst und Gemüse kannst du am Stück füttern, jedoch wird es nicht viel bringen, da es meist unverdaut wieder herauskommt. Deshalb ist es empfehlenswert, das Obst und Gemüse durch einen Wolf zu treiben, es fein zu raspeln oder gekocht püriert anzubieten. Pflanzenfasern benötigt der Hund eh nur, um die Darmfunktion aufrechtzuerhalten.

Barfen Hund GesamtfuttermengeGleich die Gesamtfuttermenge füttern oder Schritt für Schritt

Der erste Schritt ist ja immer, dass man mal kalkuliert, wie viel der Hund in etwa fressen soll von der Gesamtfuttermenge. Diese weicht natürlich immer ab, je nach Alter, Hormonstatus und Aktivität. Hast du die Gesamtfuttermenge berechnet, kannst du erst einmal die erste Woche damit beginnen, die Menge des Futters Schritt für Schritt zu steigern. Du beginnst eh mit dem Muskelfleisch und dem Gemüse, am nächsten Tag mit dem Pansen, dann Innereien und dann erst mit den Knochen. Somit steigerst du die Gesamtfuttermenge eh schrittweise. Verträgt dein Hund das Barfen gut und die Umstellungsphase ist vollbracht, dann biete ihm die errechnete Menge des gesamten Futters an. 14 Tage ist immer ein Beobachtungszeitraum. Wird dein Hund beim Umstellen auf Barfen zu dick, dann reduziere die Energiezufuhr, wird er zu dünn, dann solltest du den Energiewert berücksichtigen. Also bevor du die Menge steigerst, schau, ob genügend Energie in Form von Fett in der Nahrung ist.

Umstellen auf Barfen bei Erkrankungen des Hundes

Beim Umstellen auf Barfen vom Hund solltest du natürlich, wie bei allen Fütterungskonzepten, die individuellen Bedürfnisse und den Gesundheitszustand deines Hundes beachten. Liegen Erkrankungen vor, die eine spezielle Diät erfordern oder gar das Umstellen auf Barfen unmöglich machen? Es kann aber auch genau das Gegenteil gegeben sein, nämlich, dass du deinen Hund aufgrund von Erkrankungen auf das barfen umstellen musst. Welche Erkrankungen können das sein? Nehmen wir einmal an, dein Hund hat eine Allergie auf Getreide. Da Trofu zu meist über 70 % aus stärkehaltigem Getreide besteht, muss oft sogar, ärztlich verordnet, auf Barfen umgestellt werden. Ein großer Vorteil des Barfens ist, egal bei welchen Erkrankungen, die Zusammensetzung der Kost kann individuell erfolgen.

Deshalb sprich bei Erkrankungen mit deinem Tierarzt des Vertrauens, ob das Umstellen auf Barfen für deinen Hund zu empfehlen ist. Eine Barfberaterin oder eine Tierernährungsberaterin werden dir mit Rat und Tat zur Seite stehen und dir einen individuell, auf dein Tier, abgestimmten Fütterungsplan erstellen.

In den kostenlosen Downloads kannst du dir ein gratis PDF für das Umstellen auf Barfen Hund, herunterladen!

 

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