Du bist bereit einem Welpen ein schönes Zuhause zu schenken. Natürlich soll er nur das Beste bekommen und du legst besonders Wert auf gesunde Ernährung mit frischen Zuaten. Für dich stellt sich jetzt die Frage, ob das Barfen von Welpen möglich ist. Natürlich!

Welpen barfen

Auch Welpen können gebarft werden. Sie gewöhnen sich ziemlich schnell an die gesunde und natürliche Nahrung mit Fleisch. Da der Körper von jungen Hunden durch das Wachstum viel Energie und Nährstoffe benötigt, solltest du einige Besonderheiten zu beachten.

Barfen bei WelpenBesonderheiten beim Barfen von Welpen

Grundsätzlich unterscheiden sich die Ansprüche an das Futter und seiner Zusammensetzung, beim barfen, nicht vom erwachsenen Tier. Jungtiere haben aber einen deutlich höheren Energiebedarf und benötigen ungefähr zwei- bis dreimal soviel Futter wie ein gleich schwerer erwachsener Hund. Da sich der Bedarf in der Wachstumsphase laufend ändert, sind auch immer wieder Anpassungen in der Futtermenge erforderlich. Ein Zuviel an Futter und Energie kann zu einem zu schnellen Wachstum führen. Die noch nicht ausreichen mineralisierten Knochen des Welpen können das Gewicht kaum tragen und sich im schlimmsten Fall verbiegen.

Wenn du Futtermenge auf 3-5 Mahlzeiten am Tag verteilen kannst ist es ideal. Die Anzahl der Fütterungen hängt jedoch immer von jedem einzelnen Welpen ab. Du kann dann später die Fütterungen auf 1-2x verringern. Auf einen Fastentag sollte in der Wachstumsphase verzichtet werden.
Am Anfang sollten junge Hunde vor allem weiche und fleischige Knochen bekommen. Ideal ist, wenn du die Knochen als Paste verarbeitet füttest. Der Calciumbedarf ist eventuell über Zusätze zu decken, wenn du Angst hast Knochen zu füttern. Es gibt Knochenmehle, Eierschalenpulver und vieles mehr. Fehler in der Calcium-Versorgung können schwerwiegende Folgen haben: Sowohl ein Mangel als auch eine Überversorgung können Skeletterkrankungen hervorrufen oder bestehende Problematiken verschlechtern. Dabei ist auch das Verhältnis von Calcium und Phosphor zu beachten.

Wenn du wenig Erfahrungen mit dem Barfen hast empiehlt sich die Erstellung eines Futterplanes durch einen qualifizierten Hundeernährungsberater. Auch deinen Tierarzt kannst du immer um Rat fragen.

Die Umstellung auf Barfen beim Welpen

Ein Welpe von einem verantwortungsvollen Züchtern oder aus dem Tierschutz ziehen in der Regel in einem Alter von 9-12 Wochen in sein neues Zuhause. Die erste Zeit ist extrem aufregend und beängstigend. Der Welpe hat gerade erst seine Mutter und Geschwister verlassen und befindet sich in einer vollkommen fremden Umgebung. In dieser Phase solltest du ihm daher nicht auch noch eine Futterumstellung zumuten. Am besten gibst du in der ersten Zeit das gleiche Futter, das er auch vorher bekommen hat. Hat er sich dann gut in die neue Situtation eingefunden, kannst du das Futter behutsam umstellen. Jungtiere akzeptieren die Rohfütterung in der Regel recht schnell und gut, trotzdem sollte keine abrupte Umstellung erfolgen. Die Umstellung von gekochter Kost oder hochwertigem Nassfutter auf Barf ist in der Regel recht unkompliziert, die Umstellung von Trockenfutter kann etwas länger dauern und am Anfang zu Magen- oder Darmbeschwerden führen.

In der Welpenaufzucht ist das Barfen ab der 5. Woche zusätzlich zur Muttermilch möglich. Am besten eignet sich mageres, fein gewolftes Fleisch, auf Knochen, Innereien, Pansen und viel Fett sollte zu diesem Zeipunkt noch verzichtet werden.

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